Beitragsbemessung bei der Jagdgenossenschaft

Bei sons­ti­gen Real­ver­bän­den im Sin­ne der §§ 1 Nr. 1 und 6 Abs. 2 Nr. 3 RealVbG kommt es für die Beant­wor­tung der Fra­ge, ob ein Grund­stück mit einem Ver­bands­an­teil ver­bun­den ist, grund­sätz­lich allein auf das Eigen­tum an den im Aus­ein­an­der­set­zungs­ge­biet bele­ge­nen Grund­stü­cken an, und nicht dar­auf, in wel­cher Wei­se die Flä­che an dem Aus­ein­an­der­set­zungs­ver­fah­ren betei­ligt war, aus dem der Real­ver­band her­vor­ging.

Beitragsbemessung bei der Jagdgenossenschaft

Die Kal­ku­la­ti­on eines Real­ver­bands­bei­trags­sat­zes ist schon im Ansatz nicht recht­mä­ßig, wen sie fak­tisch von der Ein­nah­me­sei­te her erfolgt, in dem der Jagd­er­trag der ört­li­chen Jagd­ge­nos­sen­schaft, soweit ihn die Jagd­ge­nos­sen, die zugleich Ver­bands­mit­glie­der sind, pau­schal für die Unter­hal­tung der gemein­schaft­li­chen Anla­gen zur Ver­fü­gung stel­len, zum Maß­stab der Bei­trags­be­mes­sung gemacht wird.

Bei Ver­bands­an­tei­len nach § 6 Abs. 2 Nr. 3 RealVbG rich­tet sich das Teil­nah­me­maß — und damit auch das Bei­trags­maß — nach dem Flä­chen­ver­hält­nis der herr­schen­den Grund­stü­cke, die mit nicht ruhen­den Ver­bands­an­tei­len ver­bun­den sind.

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 20. Dezem­ber 2011 — 10 LC 23408