Schussverletzung und die Folgen

Der leichtfertige Umgang eines Jägers mit seiner Waffe und Munition rechtfertigt die Einziehung des Jagdscheins und den Widerruf der Waffenbesitzkarten.

Schussverletzung und die Folgen

So die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden in dem hier vorliegenden Fall eines Jägers, der sich gegen die vom Landrat des Kreises Lippe vorgenommene Einziehung des Jagdscheines und den Widerruf von Waffenbesitzkarten gewehrt hat. Der Jäger hatte am 5. Oktober 2011 in der Nähe von Detmold an einer Gesellschaftsjagd teilgenommen. Im Rahmen der Jagd erlitt ein unbeteiligter Fahrer eines landwirtschaftlichen Fahrzeuges eine Schussverletzung am Knie. Das hat das Landratsamt zum Anlass genommen, den Jagdschein einzuziehen und einen Widerruf der Waffenbesitzkarten vorzunehmen. Dagegen hat sich der Jäger mit seinen Klagen gewandt.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Minden sei der Kläger in jedem Falle leichtfertig im Umgang mit Waffe und Munition gewesen. Insbesondere der Einlassung des Klägers, es könne sich auch um einen sog. „Abpraller“ gehandelt haben, folgte das Verwaltungsgericht nicht. Letztlich könne dahinstehen, ob die Verletzung des Unbeteiligten von einem Schuss des Klägers herrühre, der Kläger habe in jedem Falle leichtfertig gehandelt.

Verwaltungsgericht Minden, Urteile vom 17. August 2012 – 8 K 1001/12 und 1002/12