Kein Schalldämpfer für die Jagd

Kein Schalldämpfer für die Jagd

Ein Jäger hat kei­nen Anspruch auf Geneh­mi­gung eines Schall­dämp­fers bei der Jagd. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart jetzt die Kla­ge eines unter Tin­ni­tus lei­den­den Jägers abge­wie­sen. Dem Klä­ger war im Juni 2007 von der Behör­de nicht erlaubt wor­den, einen Schall­dämp­fer für sei­ne Jagd­re­pe­tier­waf­fe zu erwer­ben.

Der Klä­ger, so die Ver­wal­tungs­rich­ter, habe kein erfor­der­li­ches waf­fen­recht­li­ches Bedürf­nis für die Ver­wen­dung eines Schall­dämp­fers bei der Jagd nach­ge­wie­sen. An einen sol­chen Nach­weis sei­en im Hin­blick auf die Gefahr der delik­ti­schen Ver­wen­dung eines Schall­dämp­fers („Wil­der­er­waf­fe“) hohe Anfor­de­run­gen zu stel­len. Mit sei­nem Vor­brin­gen, die Ver­wen­dung eines elek­tro­ni­schen Gehör­schut­zes behin­de­re bei der Pirsch vor allem im Unter­holz, ver­lang­sa­me das in Anschlag­brin­gen der Waf­fe und beein­träch­ti­ge unter Umstän­den die Ziel­ge­nau­ig­keit, habe der Klä­ger das Bedürf­nis für einen Schall­dämp­fer bei der Jagd nicht nach­ge­wie­sen. Beim heu­ti­gen Stand der Tech­nik sei die Ver­wen­dung eines Gehör­schut­zes mit elek­tro­ni­scher Aus­stat­tung sowohl für Sport­schüt­zen als auch für Jäger durch­aus üblich und ver­brei­tet. Mit einem sol­chen Gehör­schutz wür­den auch im Hin­blick auf das Ohren­lei­den des Klä­gers ernst­haf­te Gesund­heits­ge­fähr­dun­gen ver­mie­den wer­den kön­nen.

Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart, Urteil vom 14. Janu­ar 2009 – 5 K 15108 (nicht rechts­kräf­tig)