Forstwirtschaftliche Vereinigungen in der Holzvermarktung

Der Bun­des­rat möch­te die Wett­be­werbs­fä­hig­keit forst­wirt­schaft­li­cher Ver­ei­ni­gun­gen stär­ken. In sei­ner heu­ti­gen Sit­zung hat er des­halb einen Gesetz­ent­wurf zur Ände­rung des Bun­des­wald­ge­set­zes beschlos­sen. Hier­nach sol­len forst­wirt­schaft­li­che Ver­ei­ni­gun­gen ergän­zend zu ihren bis­he­ri­gen Auf­ga­ben das Holz ihrer Mit­glie­der ver­mark­ten dür­fen. Zur Begrün­dung ver­weist der Bun­des­rat auf die zuneh­men­de Markt­kon­zen­tra­ti­on in der Holz­in­dus­trie. Da der Holz­ver­kauf die wesent­li­che Ein­nah­me­quel­le von Wald­be­sit­zern sei, müs­se das Auf­ga­ben­spek­trum der Ver­ei­ni­gun­gen erwei­tert wer­den. Andern­falls könn­ten die­se nicht erfolg­reich bestehen.

Forstwirtschaftliche Vereinigungen in der Holzvermarktung

Dar­über hin­aus beab­sich­ti­gen die Län­der, mit ihrem Vor­stoß die nach­hal­ti­ge Nut­zung bestimm­ter land­wirt­schaft­li­cher Flä­chen zu sichern. Nach dem Gesetz­ent­wurf sol­len Flä­chen, die mit schnell­wach­sen­den Baum­ar­ten bepflanzt sind (Kur­zum­triebs­plan­ta­gen) oder die neben dem Baum­be­stand gleich­zei­tig dem Anbau land­wirt­schaft­li­cher Pro­duk­te die­nen (Agro­forst­sys­te­me), nicht mehr unter das Bun­des­wald­ge­setz fal­len, da sie anders bewirt­schaf­tet wer­den müss­ten als Wald­ge­bie­te.

In einer beglei­ten­den Ent­schlie­ßung unter­streicht der Bun­des­rat sei­ne Auf­fas­sung, dass vor dem Hin­ter­grund des Kli­ma­wan­dels der Auf­bau mög­lichst sta­bi­ler, vita­ler und stand­ort­ge­rech­ter Wäl­der unbe­dingt erfor­der­lich ist. Ins­be­son­de­re sei es not­wen­dig, dass den Wald­be­sit­zern vor dem Hin­ter­grund der kli­ma­be­ding­ten Risi­ken ein mög­lichst brei­tes, fle­xi­bles Spek­trum an Hand­lungs­op­tio­nen bei der Bewirt­schaf­tung der Wäl­der zur Ver­fü­gung ste­he. Wei­te­rer Vor­ga­ben durch Bun­des­recht bedür­fe es hin­ge­gen nicht.

Die vom Bun­des­rat Vor­la­ge wird nun der Bun­des­re­gie­rung zuge­lei­tet, die sie dem Bun­des­tag vor­le­gen muss. Dabei soll sie ihre Auf­fas­sung dar­le­gen.