Wolfsjagd

Der Abschuss eines Wol­fes recht­fer­tigt nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Mag­de­burg den sofor­ti­gen Ent­zug des Jagd­schei­nes.

Wolfsjagd

Das Ver­wal­tungs­ge­richt wies jetzt den Antrag eines Jägers auf Gewäh­rung vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes gegen den sofor­ti­gen Ent­zug sei­nes Jagd­schei­nes zurück. Der Ent­zug war von der Jagd­be­hör­de – unter Anord­nung des sofor­ti­gen Voll­zugs – des­halb aus­ge­spro­chen wor­den, weil ihm vor­ge­wor­fen wird, auf einer Ansitz­jagd am 06.06.2009 einen Wolf erschos­sen zu haben, was nach Ansicht der Jagd­be­hör­de einen gröb­li­chen Ver­stoß gegen die Grund­sät­ze der Waid­ge­rech­tig­keit dar­stel­le.

Dem folg­te das Ver­wal­tungs­ge­richt Mag­de­burg im Wesent­li­chen mit der Begrün­dung, ein Jäger dür­fe grund­sätz­lich nur auf jagd­ba­res Wild anle­gen und muss fähig sein, dies rich­tig anzu­spre­chen. Dar­über hin­aus müs­se ein Jäger stets auf die kor­rek­te Anwen­dung der Vor­schrif­ten über die Aus­übung der Jagd bedacht sein und darf als Jagd­gast nicht ohne schrift­li­che Erlaub­nis, die nicht vor­ge­le­gen habe, Hun­de töten. Durch die Nicht­be­ach­tung die­ser jagd­recht­li­chen Vor­schrif­ten habe der Jäger gegen arten- und natur­schutz­recht­li­che Vor­schrif­ten ver­sto­ßen, da der Wolf unter Arten­schutz ste­he.

Aus die­sen Grün­den sowie im Inter­es­se der Gefah­ren­ab­wehr sei, so die Mag­de­bur­ger Ver­wal­tungs­rich­ter, auch unter Berück­sich­ti­gung der weit­rei­chen­den Fol­gen für den Jäger der sofor­ti­ge Ent­zug des Jagd­schei­nes gerecht­fer­tigt.

Ver­wal­tungs­ge­richt Made­burg, Beschluss vom 17. August 2009 – 3 B 21109 MD