Staatsjagd mit Pominenten

Die Staatsjagd mit Prominenten findet in Niedersachsen ab diesem Jahr nicht mehr statt.

Staatsjagd mit Pominenten

Nach Meinung des Niedersächsischen Agrarministers passen diese “hochherrschaftlichen Riten aus der Kaiserzeit” nicht mehr in die Zeit. Die einmal im Jahr stattfindenden Staatsjagden standen jeweils unter der Schirmherrschaft des jeweiligen niedersächsischen Landwirtschaftsministers. Auf Einladung des Ministerpräsidenten wurde bisher die durchgeführten Jagden im Saupark Springe auf ausgewähltes Wild durchgeführt.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Streit um die Auswahl und Veröffentlichung der Teilnehmer sowie die Kosten der Veranstaltung gegeben. Nach der heutigen Mitteilung des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums wolle man sich diesen Ärger ebenso ersparen wie die Jagd von Tieren durch Ehrengäste, die oft keinen oder wenig jagdlichen Hintergrund hätten. Es werde auch keine Extra-Trophäen für besondere Personen auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler mehr geben, sagte Meyer.

Es werde auch weiterhin Einladungen zu Jagden der Landesforsten geben. Diese seien allerdings an fachliche Kriterien und Notwendigkeiten orientiert. Die niedersächsischen Landesforsten bleiben somit nach Meyers Worten erfahrenen Jagdgästen vorbehalten, etwa bei Regionaljagden oder Jagden mit den Kreisjägermeistern.