Wolfs­nach­wuchs in Deutschland

Vie­le Tie­re, die einst in Deutsch­land hei­misch waren, sind inzwi­schen (fast) aus­ge­stor­ben, ste­hen auf der Roten Lis­te und/​oder sind zumin­dest in unse­rer Hei­mat nicht mehr vor­han­den. Die Grün­de dafür sind viel­fäl­tig. Da ist es doch über­aus erfreu­lich, wenn sich eine Tier­art ganz lang­sam wie­der hier ansie­delt: der Wolf. Wie das Niedersächsische

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Kla­ge­frist gegen die Fest­stel­lung des Wildschadens

Die zwei­wö­chi­ge Frist des § 37 Abs. 1 des Hes­si­schen Jagd­ge­set­zes zur Erhe­bung einer Kla­ge gegen einen Vor­be­scheid, durch den der ersatz­fä­hi­ge Wild­scha­den fest­ge­stellt wor­den ist, läuft unab­hän­gig davon, ob dem Vor­be­scheid eine (ord­nungs­ge­mä­ße) Rechts­mit­tel­be­leh­rung (§ 36 Abs. 5 Satz 4 HJagdG) bei­gefügt war. Die Bestim­mung des § 58 Abs. 1 VwGO, wonach eine

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Dam­wild im Gehege

Für das Erle­gen von Tie­ren in einem Gehe­ge, das sich in unmit­tel­ba­rer Nähe einer Wohn­be­bau­ung befin­det, besteht kein Anspruch auf Ertei­lung einer waf­fen­recht­li­chen Schieß­erlaub­nis. So das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Klä­gers, der sein Dam­wild mit einer Schuss­waf­fe töten woll­te und dafür eine waf­fen­recht­li­che Erlaub­nis begehr­te. Der

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Die blei­freie Jagd

In Zukunft soll im nie­der­säch­si­schen Lan­des­wald nur noch blei­frei gejagt wer­den. Wie das Nie­der­säch­si­sche Minis­te­ri­um für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Ver­brau­cher­schutz nun mit­ge­teilt hat, darf ab dem 1. April 2014 die Jagd auf rund 330.000 Hekt­ar im nie­der­säch­si­schen Lan­des­wald nur noch mit blei­frei­er Muni­ti­on aus­ge­übt wer­den. Der Forst­mi­nis­ter Chris­ti­an Mey­er verspricht

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Mit­tei­lungs­pflich­ten bei der Treibjagd

Ein Ver­an­stal­ter einer Jagd ist zwar grund­sätz­lich ver­pflich­tet, die not­wen­di­gen und zumut­ba­ren Vor­keh­run­gen zu schaf­fen, um eine Schä­di­gung ande­rer durch das Jagd­ge­sche­hen zu ver­hin­dern. Er ist des­we­gen aber nicht ver­pflich­tet, den anlie­gen­den Päch­ter über die bevor­ste­hen­de Treib­jagd zu unter­rich­ten. Dar­über hin­aus gehö­ren Schuss­ge­räu­sche für sich genom­men zu einer wald­ty­pi­schen Geräuschkulisse.

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Die Ableh­nung der Jagd aus ethi­schen Gründen

Das deut­sche Jagd­recht soll auf­grund einer Ent­schei­dung des Euro­päi­schen Gerichts­ho­fes für Men­schen­rech­te vom Juni 2012 bezüg­lich der Zwangs­mit­glied­schaft in einer Jagd­ge­nos­sen­schaft und Aus­übung der Jagd trotz ent­ge­gen­ste­hen­der ethi­scher Moti­ve des Grund­stücks­ei­gen­tü­mers geän­dert wer­den: Wenn ein Grund­ei­gen­tü­mer glaub­haft macht, dass er die Jagd­aus­übung aus ethi­schen Grün­den ablehnt, sind sei­ne Flä­chen zu

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Kei­ne unbe­grenz­te Jagd auf den Fuchs

Ein saar­län­di­scher Jäger und Schaf­hal­ter ist beim Ver­wal­tungs­ge­richt mit dem Ver­such geschei­tert, eine Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung von der Fuchs­schon­zeit­ver­ord­nung zum zeit­lich unbe­grenz­ten Abschuss von Füch­sen zu erstrei­ten. Im März 2010 hat­te die Lan­des­re­gie­rung u.a. aus Grün­den des Tier­schut­zes eine Schon­zeit für Füch­se zwi­schen dem 15. Febru­ar und dem 16. August eines jeden

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Die Mit­glied­schaft in einer Jagdgenossenschaft

Die Ein­bin­dung in eine Jagd­ge­nos­sen­schaft stellt für einen Grund­ei­gen­tü­mer, der die Jagd aus ethi­schen Grün­den ablehnt, eine unver­hält­nis­mä­ßi­ge Belas­tung dar. Mit die­ser Ent­schei­dung hat der Baye­ri­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof in dem hier vor­lie­gen­den Ver­fah­ren des einst­wei­li­gen Rechts­schut­zes der Auf­fas­sung des Euro­päi­schen Gerichts­ho­fes für Men­schen­rech­te Rech­nung getra­gen, wonach die gesetz­li­che Mit­glied­schaft eines Grund­ei­gen­tü­mers, der

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Der Abschuss einer Muffelwildherde

Hat die zustän­di­ge Gemein­de ver­kannt, dass gra­vie­ren­de Wild­schä­den nicht län­ger nur mit einer Begren­zung des Bestan­des, flan­kiert durch Maß­nah­men wie Heu­füt­te­rung oder Ver­grä­mung des Wil­des begeg­net wer­den darf, ist das recht­lich geschütz­te Inter­es­se der Klä­ge­rin als Wald­ei­gen­tü­me­rin an der Ver­hin­de­rung wei­te­rer Eigen­tums­be­ein­träch­ti­gun­gen durch gra­vie­ren­de Wald­schä­den nicht hin­rei­chend berück­sich­tigt wor­den. Mit

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Zeit­lich unbe­grenz­te Fuchsjagd

Einem Schaf­hal­ter steht ein Anspruch auf ein von Beu­te­grei­fern und Nah­rungs­kon­kur­ren­ten völ­lig frei­es Umfeld für die Läm­mer­auf­zucht nicht zu. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt des Saar­lan­des in dem hier vor­lie­gen­den Fall einem Jäger und Schaf­hal­ter die Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung von der Fuchs­schon­zeit­ver­ord­nung zum zeit­lich unbe­grenz­ten Abschuss von Füch­sen ver­wei­gert. Im März 2010

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Der Jagd­be­zirk in unmit­tel­ba­rer Nähe des Flughafens

Eine Abrun­dung von Jagd­be­zir­ken u.a. durch eine Anglie­de­rung von Grund­flä­chen setzt vor­aus, dass dies aus Erfor­der­nis­sen der Jagd­pfle­ge und Jagd­aus­übung not­wen­dig ist. Denn eine Abrun­dung erfolgt grund­sätz­lich nicht zu Guns­ten ein­zel­ner Betei­lig­ter, son­dern allein aus Grün­den des öffent­li­chen Inter­es­ses an einer geord­ne­ten Jagd­pfle­ge und Jagd­aus­übung. Mit die­ser Begrün­dung hat das

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Lei­nenzwang aus Wildschutzgründen

Ist in einer nie­der­säch­si­schen Stadt eine Lei­­nenzwang-Ver­­or­d­­nung ord­nungs­ge­mäß bekannt gemacht wor­den, ist sie inhalt­lich dann nicht zu bean­stan­den, wenn die Vor­aus­set­zun­gen des § 33 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 des Nie­der­säch­si­schen Geset­zes über den Wald und die Land­schafts­ord­nung für den Erlass einer sol­chen Ver­ord­nung in Bezug auf Wild­schon­ge­bie­te erfüllt sind. Mit dieser

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Wer ein Pferd mit einem Wild­schwein verwechselt…

Erschießt ein Jäger wäh­rend der Jagd ein Pferd, darf der Jagd­schein vor­läu­fig ein­ge­zo­gen wer­den, da das öffent­li­che Inter­es­se am sofor­ti­gen Voll­zug der Maß­nah­me selbst dann, wenn man die Erfolgs­aus­sich­ten der Rechts­be­hel­fe in der Haupt­sa­che als offen ansieht, über­wiegt. Es besteht näm­lich ein über­ra­gen­des Gemein­in­ter­es­se dar­an, das mit der pri­va­ten Verwendung

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Hund statt Wildschwein

Ver­wech­selt ein Jäger im Wald einen Hund mit einem Wild­schwein und erschießt ihn, han­delt es sich um ein ein­ma­li­ges fahr­läs­si­ges Fehl­ver­hal­ten, aus dem nicht dar­auf geschlos­sen wer­den kann, dass der Jäger in Zukunft Waf­fen oder Muni­ti­on miss­bräuch­lich oder leicht­fer­tig ver­wen­den wird und des­halb waf­fen­recht­lich unzu­ver­läs­sig ist. Mit die­ser Begrün­dung hat das

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Gebüh­ren­pflicht für die Regel­über­prü­fung der Zuverlässigkeit

Waf­fen­be­sit­zer haben eine Gebühr für die in regel­mä­ßi­gen Abstän­den vor­ge­schrie­be­ne Über­prü­fung ihrer Zuver­läs­sig­keit und per­sön­li­chen Eig­nung zu zah­len. Dies gilt nach einem heu­te ver­kün­de­ten Urteil des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts selbst dann, wenn die letz­te der­ar­ti­ge Über­prü­fung erst etwa zwei Jah­re zurück­liegt und inzwi­schen ein Jah­res­jagd­schein erteilt wur­de. Auf­grund der Waf­fen­ge­setz­no­vel­le aus dem

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Schuss­ver­let­zung und die Folgen

Der leicht­fer­ti­ge Umgang eines Jägers mit sei­ner Waf­fe und Muni­ti­on recht­fer­tigt die Ein­zie­hung des Jagd­scheins und den Wider­ruf der Waf­fen­be­sitz­kar­ten. So die Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Min­den in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Jägers, der sich gegen die vom Land­rat des Krei­ses Lip­pe vor­ge­nom­me­ne Ein­zie­hung des Jagd­schei­nes und den Wider­ruf von

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Der Jäger schießt den Wolf tot – nicht nur im Märchen

Die Tötung eines Wir­bel­tie­res ohne ver­nünf­ti­gen Grund und die Tat­sa­che, dass fahr­läs­sig nicht erkannt wor­den ist, dass es sich um ein Tier der nach dem Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz streng geschütz­ten Art gehan­delt hat, kön­nen die zustän­di­ge Staats­an­walt­schaft zur Bean­tra­gung eines Straf­be­fehls ver­an­las­sen. So ist es jüngst von der Staats­an­walt­schaft Koblenz in dem

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Fal­ken­zucht und Pilze

Ein Fal­ken­züch­ter aus dem Land­kreis Roten­burg bleibt auf sei­nem Scha­den durch den Tod von 48 Zucht­fal­ken sit­zen. Nach einem Urteil des Ober­lan­des­ge­richts Cel­le kann er die­sen Scha­den nicht von dem Betrei­ber einer angren­zen­den Pilz­zucht­farm ersetzt ver­lan­gen. Der Fal­ken­züch­ter hat­te den Betrei­ber der auf dem Nach­bar­grund­stück ange­sie­del­ten Pilz­zucht­farm sowie die Eigentümer

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Jagd­recht­li­chen Abrun­dungs­ent­schei­dung von 1934

Der Inha­ber eines Eigen­jagd­be­zirks im Sin­ne des § 42 Abs. 2 VwGO ist zur Kla­ge befugt, wenn Flä­chen, die dem Eigen­jagd­be­zirk durch Abrun­dungs­ver­fü­gung ange­glie­dert wor­den waren, durch eine Auf­he­bung die­ser Ver­fü­gung von dem Eigen­jagd­be­zirk abge­trennt wer­den. Die Wie­der­auf­nah­me eines Ver­fah­rens im Hin­blick auf eine Abrun­dungs­ent­schei­dung, die unter der Gel­tung des Preußischen

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Ein Reh macht einen gefähr­li­chen Schäferhund

Auch wenn ein Hund ein­ma­lig Wild oder Vieh hetzt oder reißt, han­delt es sich um einen gefähr­li­chen Hund. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Mainz in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Hun­de­hal­te­rin, die sich gegen die Ein­stu­fung ihrer Hun­de als gefähr­li­che Hun­de unter Anord­nung des Sofort­voll­zugs gewehrt hat, den Antrag abgelehnt.

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Jagd­steu­er­pflicht – nicht für Gemein­den, aber für Jagdgenossenschaften

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat aktu­ell ent­schie­den, dass Gemein­den nicht zur Jagd­steu­er her­an­ge­zo­gen wer­den kön­nen, wohl aber Jagd­ge­nos­sen­schaf­ten. Die Jagd­steu­er ist eine her­kömm­li­che Auf­wand­steu­er. Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts und des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts erfas­sen Auf­wand­steu­ern die beson­de­re wirt­schaft­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit, die dar­in zum Aus­druck kommt, dass die Ver­wen­dung von Ein­kom­men für den

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Grund­stücks­ei­gen­tü­mer und die Dul­dung der Jagd

Nun hat die Gro­ße Kam­mer des Euro­päi­schen Gerichts­hofs für Men­schen­rech­te ent­schie­den, dass in der zwangs­wei­sen Dul­dung der Jagd auf dem Grund­stücks­ei­gen­tum eines Geg­ners der Jagd eine Ver­let­zung des Arti­kels 1 Pro­to­koll Nr. 1 EMRK liegt. Mit die­ser Ent­schei­dung hat der Euro­päi­sche Gerichts­hof für Men­schen­rech­te einem deut­schen Beschwer­de­füh­rer Recht gege­ben, der mit seinem

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