Mindestabschussplan in einem Jagdbezirk

Ein Min­dest­ab­schuss­plan ist dann rechts­wid­rig, wenn der Abschuss­fest­set­zung nicht zu ent­neh­men ist, dass ihr eine Abwä­gung vor­aus­ge­gan­gen ist, die auf einer aus­rei­chen­den Tat­sa­chen­grund­la­ge beruht und dass sich die Abschuss­hö­he in einem nach­voll­zieh­ba­ren Rah­men bewegt, der sich maß­geb­lich am aktu­el­len Wild­be­stand im kon­kre­ten Jagd­be­zirk ori­en­tiert.

Mindestabschussplan in einem Jagdbezirk

So das Ver­wal­tungs­ge­richt Trier in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Klä­gers, für des­sen Jagd­be­zirk die Kreis­ver­wal­tung einen Min­dest­ab­schuss­plan erlas­sen hat. Damit soll­te dem anstei­gen­den Wild­scha­den ent­ge­gen­ge­wirkt wer­den. Nach erfolg­los durch­ge­führ­tem Wider­spruchs­ver­fah­ren erhob der Klä­ger Kla­ge vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Trier.

Nach Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts Trier müs­se der Abschuss­fest­set­zung zu ent­neh­men sein, dass ihr eine Abwä­gung vor­aus­ge­gan­gen ist, die auf einer aus­rei­chen­den Tat­sa­chen­grund­la­ge beru­he und dass sich die Abschuss­hö­he in einem nach­voll­zieh­ba­ren Rah­men bewe­ge, der sich maß­geb­lich am aktu­el­len Wild­be­stand im kon­kre­ten Jagd­be­zirk ori­en­tie­re. Dar­an feh­le es bereits, sodass es nicht dar­auf ankom­me, ob es zuläs­sig sei, einen Min­dest­ab­schuss in Höhe von Kom­ma­wer­ten fest­zu­set­zen.

Ver­wal­tungs­ge­richt Trier, Urteil vom 20. August 2014 – 5 K 185813.TR