Mindestabschussplan in einem Jagdbezirk

24. September 2014 | Jagdrecht Aktuell
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Ein Mindestabschussplan ist dann rechtswidrig, wenn der Abschussfestsetzung nicht zu entnehmen ist, dass ihr eine Abwägung vorausgegangen ist, die auf einer ausreichenden Tatsachengrundlage beruht und dass sich die Abschusshöhe in einem nachvollziehbaren Rahmen bewegt, der sich maßgeblich am aktuellen Wildbestand im konkreten Jagdbezirk orientiert.

So das Verwaltungsgericht Trier in dem hier vorliegenden Fall eines Klägers, für dessen Jagdbezirk die Kreisverwaltung einen Mindestabschussplan erlassen hat. Damit sollte dem ansteigenden Wildschaden entgegengewirkt werden. Nach erfolglos durchgeführtem Widerspruchsverfahren erhob der Kläger Klage vor dem Verwaltungsgericht Trier.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Trier müsse der Abschussfestsetzung zu entnehmen sein, dass ihr eine Abwägung vorausgegangen ist, die auf einer ausreichenden Tatsachengrundlage beruhe und dass sich die Abschusshöhe in einem nachvollziehbaren Rahmen bewege, der sich maßgeblich am aktuellen Wildbestand im konkreten Jagdbezirk orientiere. Daran fehle es bereits, sodass es nicht darauf ankomme, ob es zulässig sei, einen Mindestabschuss in Höhe von Kommawerten festzusetzen.

Verwaltungsgericht Trier, Urteil vom 20. August 2014 – 5 K 1858/13.TR

 
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