Kein Jagdschein nach mehr als 10 Jahre altem Untreue-Vorwurf

Vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf ist jetzt die Kla­ge eines Bau­un­ter­neh­mers auf Ver­län­ge­rung sei­nes Jagd­schei­nes geschei­tert, der wegen Bei­hil­fe zur Untreue seit Febru­ar 2007 rechts­kräf­tig zu einer auf Bewäh­rung aus­ge­setz­ten Frei­heits­stra­fe von einem Jahr straf­ge­richt­lich ver­ur­teilt ist.

Kein Jagdschein nach mehr als 10 Jahre altem Untreue-Vorwurf

Der Klä­ger gel­te, so das Ver­wal­tungs­ge­richt, wegen sei­ner straf­ge­richt­li­chen Ver­ur­tei­lung für die Dau­er von 10 Jah­ren nach Rechts­kraft des Straf­ur­teils kraft Geset­zes als im jagd- und waf­fen­recht­li­chen Sin­ne unzu­ver­läs­sig. Hier­an ände­re ins­be­son­de­re die Tat­sa­che nichts, dass zwi­schen der letz­ten vom Klä­ger began­ge­nen Straf­tat im Jahr 1996 und der Ent­schei­dung der Behör­de über sei­nen Ver­län­ge­rungs­an­trag mehr als 10 Jah­re ver­gan­gen sei­en.

Maß­geb­lich für den Frist­be­ginn ist, so das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, mit­hin nicht der Tat­tag, son­dern der Tag der Ver­ur­tei­lung.

Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 21. Juli 2010 — 15 K 395909