Jagdschutz

Der Jagd­schutz umfasst, so defi­niert es § 23 BJagdG, nach nähe­rer Bestim­mung durch die Län­der

Jagdschutz
  • den Schutz des Wil­des ins­be­son­de­re vor
    • vor Wil­de­rern,
    • vor Fut­ter­not,
    • vor Wild­seu­chen und
    • vor wil­dern­den Hun­den und Kat­zen sowie
  • die Sor­ge für die Ein­hal­tung der zum Schutz des Wil­des und der Jagd erlas­se­nen Vor­schrif­ten. Dies sind ins­be­son­de­re die Vor­schrif­ten
    • über das Ruhen der Jagd (in befrie­de­ten Bezir­ken),
    • über sach­li­che, ört­li­che und zeit­li­che Jagd­be­schrän­kun­gen,
    • über den Jagd­schein und die Jagd­er­laub­nis und
    • über die beson­de­ren Pflich­ten bei der Jagd­aus­übung.

Die Zustän­dig­keit für den Jagd­schutz regelt § 25 BJagdG durch die Bestim­mung der Jagd­schutz­be­rech­tig­ten. Hier­nach obliegt der Jagd­schutz in einem Jagd­be­zirk

  • neben den zustän­di­gen öffent­li­chen Stel­len, etwa der Pol­zei und den Ord­nungs­be­hör­den,
  • dem Jagd­aus­übungs­be­rech­tig­ten, aller­dings nur, sofern er Inha­ber eines Jagd­schei­nes ist, und
  • den von der zustän­di­gen Behör­de bestä­tig­ten Jagd­auf­se­hern.

Haupt­be­ruf­lich ange­stell­te Jagd­auf­se­her sol­len Berufs­jä­ger oder forst­lich aus­ge­bil­det sein.Die bestä­tig­ten Jagd­auf­se­her haben inner­halb ihres Dienst­be­zir­kes in Ange­le­gen­hei­ten des Jagd­schut­zes die Rech­te und Pflich­ten der Poli­zei­be­am­ten und sind Ermitt­lungs­per­so­nen der Staats­an­walt­schaft, sofern sie Berufs­jä­ger oder forst­lich aus­ge­bil­det sind. Sie haben bei der Anwen­dung unmit­tel­ba­ren Zwan­ges die ihnen durch Lan­des­recht ein­ge­räum­ten Befug­nis­se, § 25 Abs. 2 BJagdG. Die­se Stel­lung kommt aller­dings nur den bestä­tig­ten Jagd­auf­se­hern zu, nicht auch den ande­ren Jagd­schutz­be­rech­tig­ten!