Jagdpacht

Der Jagd­pacht­ver­trag ist eine Son­der­form des Pacht­ver­tra­ges. Er ist in § 11 BJagdG beson­ders gere­gelt. Durch ihn wird das Jagd­aus­übungs­recht von der Jagd­ge­nos­sen­schaft bezie­hungs­wei­se dem Besit­zer einer Eigen­jagd an den Jagd­päch­ter ver­pach­tet.

Jagdpacht

Jagd­päch­ter kann nur sein, wer jagd­pacht­fä­hig ist. Jagd­pacht­ver­trä­gen ist, wer seit min­des­tens drei Jah­ren einen Jah­res­jagd­schein besitzt. Jagd­päch­ter kann dar­über hin­aus nur eine natür­li­che Per­son sein. Dar­über hin­aus legen die Lan­des­jagd­ge­set­ze regel­mä­ßig eine Höchst­zahl an Jagd­päch­tern fest.

Eben­so ist in den Lan­des­jagd­ge­set­zen eine Pacht­höchst­flä­che bestimmt. Die­se beträgt regel­mä­ßig 1000 ha je Päch­ter, ledig­lich in Bay­ern ist im Hoch­ge­bir­ge des Alpen­raums die Höchst­pacht­flä­che auf 2000 ha her­auf­ge­setzt. Die gepach­te­te Flä­che wird in den Jagd­schein des Jagd­päch­ters ein­ge­tra­gen.

Der Jagd­pacht­ver­trag muss schrift­lich geschlos­sen wer­den. Die Min­dest­lauf­zeit eines Jagd­pacht­ver­tra­ges beträgt im 9 Jah­re. bei Hoch­wild­jag­den schrei­ben die Lan­des­jagd­ge­set­ze meist noch län­ge­re Min­dest­lauf­zei­ten vor.