Jagdbezirk

Das deut­sche Jagd­recht unter­schei­det zwi­schen Eigen­jagd­be­zir­ken und gemein­schaft­li­chen Jagd­be­zir­ken.

Jagdbezirk

Einen Eigen­jagd­be­zirk bil­den die Grund­stü­cke eines Eigen­tü­mers, wenn sie im Zusam­men­hang eine bestimm­te Grund­stücks­grö­ße errei­chen. Die Gren­ze für einen Eigen­jagd­be­zirk liegt einer Grund­stücks­grö­ße von min­des­tens 150 ha, aller­dings haben mitt­ler­wei­le eini­ge Bun­des­län­der die­se Gren­ze auf 250 ha hoch gesetzt.

Einen gemein­schaft­li­chen Jagd­be­zirk bil­den dem­ge­gen­über alle Grund­flä­chen einer Gemein­de, die nicht zu einem Eigen­jagd­be­zirk gehö­ren.

Bei dem Jagd­be­zirk wird jedes Grund­stück in dem zusam­men­hän­gen­den Are­al berück­sich­tigt, unab­hän­gig davon auch auf den kon­kre­ten Grund­stück die Jagd tat­säch­lich aus­ge­übt wer­den darf oder nicht. Damit zäh­len auch befrie­de­te Bezir­ke, Stra­ßen, Sport­plät­ze und Orts­be­bau­un­gen zu den Jagd­be­zir­ken und sind mit­hin auch bei der Ermitt­lung der Flä­chen für die Bil­dung eines Eigen­jagd­be­zir­kes zu berück­sich­ti­gen. Etwas ande­res gilt nur im Frei­staat Bay­ern: Hier gehö­ren die befrie­de­ten Bezir­ke zwar auch zum Jagd­be­zirk, sind jedoch bei der Berech­nung der Min­dest­grö­ße für ein Eigen­jagd­be­zirk unbe­rück­sich­tigt zu las­sen.