Jäger und Strafrecht

Wer in sei­ner Frei­zeit ger­ne zur Jagd geht, muss eini­ges an Rege­lun­gen und Geset­zen befol­gen. Den­noch kann es aus Unacht­sam­keit oder durch Ver­wechs­lung pas­sie­ren, dass ein Gesetz gebro­chen wird. Da es sich bei­spiels­wei­se beim Tat­be­stand der Wil­de­rei um einen straf­recht­li­chen Ver­stoß han­delt, ist es rat­sam sich in sol­chen Fäl­len von einem Anwalt bera­ten zu las­sen. Es emp­fiehlt sich einen Rechts­an­walt für Straf­recht zu wäh­len, damit die­ser Ihnen fach­kun­dig zur Sei­te ste­hen kann. Bei einer guten Bera­tung kön­nen die Kon­se­quen­zen so klein wie mög­lich gehal­ten wer­den.

Jäger und Strafrecht

Was kennzeichnet den Tatbestand der Wilderei?

Gemäß § 292 Abs. 1 S. 1 StGB sind das Nach­stel­len, Fan­gen, Erle­gen oder das sich oder einem Drit­ten Zueig­nen von Wild Tat­hand­lun­gen. Fan­gen ist defi­niert als das Sich­be­mäch­ti­gen eines leben­den Tie­res. Dabei reicht es zur Tat­be­stands­mä­ßig­keit, dass der Jäger das Wild nur vor­über­ge­hend in sei­nem Gewahr­sam hal­ten will, um es danach wie­der frei­zu­las­sen. Gemäß § 958 Abs. 2 BGB wird der Wil­de­rer nicht Eigen­tü­mer der gewil­der­ten Sache. Im Sin­ne des § 292 StGB bedeu­tet Zueig­nung ledig­lich die Anma­ßung von Eigen­tum (vgl. § 872 BGB). Auch die Tat­hand­lung des Erle­gens fällt unter Wil­de­rei im Sin­ne des § 292 StGB. Erle­gen beinhal­tet, dass das Wild getö­tet wird. Dabei spielt es kei­ne Rol­le, ob es weid­män­nisch oder nicht weid­män­nisch von Stat­ten geht. Es gibt hier aller­dings eine inter­pre­ta­ti­ve Restrik­ti­on, unter Erle­gung fällt nur die Tötung nicht bereits vor­her tod­ge­weih­ten Wil­des. Das Han­deln des Erle­gers kann aller­dings gemäß § 34 StGB als gerecht­fer­tig­ter Not­stand ent­schul­digt wer­den. Dar­un­ter fal­len fol­gen­de Beweg­grün­de: Schutz des Wil­des vor ver­meid­ba­ren Schmer­zen; Not­hil­fe, Trä­ger des bedroh­ten Rechts­gu­tes ist ent­we­der vom ethi­schen Ansatz das Tier selbst oder die All­ge­mein­heit und ihr Inter­es­se am Tier­schutz, gegen­wär­ti­ge Gefahr oder das Wild wur­de als mil­des­tes Mit­tel zur Abwehr erlegt. Ver­such­tes Erle­gen hin­ge­gen gilt immer als voll­ende­tes Nach­stel­len. Der Begriff umfasst alle Hand­lun­gen, die auf Fan­gen, Erle­gen oder Sich­zu­eig­nen von Wild gerich­tet sind, ohne Rück­sicht dar­auf, ob er Erfolg erreicht wur­de oder nicht.

Nicht nur Fra­gen rund um Wil­de­rei kön­nen ver­wir­rend sein. Auch Ange­le­gen­hei­ten rund um Wild­un­fäl­le bei der Treib­jagd, die kor­rek­te Auf­be­wah­rung der Waf­fen oder Fehl­ab­schüs­se sind Rechts­fra­gen mit denen sich ein Jäger aus­ein­an­der­set­zen muss. Auch The­ma­ti­ken rund um die Geneh­mi­gungs­pflicht von Hun­de­zucht haben recht­li­che Hin­ter­grün­de. Falls es zu einer Fehl­hand­lung gekom­men ist, soll­te man sich mit sei­nem Jagd­ver­ein in Ver­bin­dung set­zen und ggf. einen Anwalt ein­schal­ten. Auch Online gibt es vie­le Mög­lich­kei­ten sich umfas­send zum The­ma Recht und Poli­tik in Bezug auf Jagd zu infor­mie­ren.